Zusammenfassung letzte Infoveranstaltung vom 12.02.2020

In einem gut gefüllten DGH mit vielen neuen Gesichtern konnte die Bishäuser Redaktion einen Einblick ins aktuelle Geschehen geben.

Zunächst einmal wurde ausführlich erläutert, dass zur Zeit die „Suche nach Horst“ läuft. Jetzt gerade ist die ideale Zeit, um die Vogelhorste in den noch nicht belaubten Bäumen zu sehen. Dabei wurde klargestellt, dass wir alle keine Vogelkundler sind, weswegen es auch nicht darauf ankommt, ob wirklich ein Rotmilan-Horst vorliegt oder nicht. Der Hauptzweck ist, zunächst einmal alle potentiellen Standorte zu erfassen, um später im späteren Frühjahr überprüfen zu können, ob tatsächlich irgendwo ein Rotmilan-Pärchen brütet.

Benötigt werden ein Foto des Horstes und die Koordinaten. Die Koordinaten lassen sich am einfachsten per Google Maps, das sich auf praktisch jedem Handy befindet, ablesen. Alternativ gibt es GPS-Apps, die einem nach dem Öffnen der App direkt die Koordinaten anzeigen. HIER gibt es eine kurze Anleitung anhand eines Beispiels.

Wer ohne Handy unterwegs ist, sei auf unsere Tageskarten verwiesen und kreuzt direkt den Fundort auf der Karte ein.

Hintergrund zu dieser Suche ist, dass der Bürgermeister der Stadt Northeim noch immer keinen Fortschritt in Sachen Avifauna-Gutachten melden kann. Im Gegenteil: Hier wird das ganze Verfahren deutlich verschleppte, wie wir in unserer letzten Pressemeldung auch monierten.

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung befasste sich mit dem aktuellen Verfahrensstand. Hier konnte berichtet werden, dass der beauftragte Rechtsanwalt im November seine Stellungnahme an den Landkreis geschickt hat. Wir haben erneut Akteneinsicht beantragt, um zu erfahren, inwieweit der Landkreis unseren Argumenten gegenüber dem Bauantragsteller folgt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch keine Akteneinsicht hierzu erfolgt, da der Landkreis aufgrund von Datenschutzbedenken weitere Informationen möchte. Wir haben uns daher dazu entschieden, hier Rücksprache mit unserem Rechtsanwalt zu halten und ebenfalls das Umweltbundesamt angeschrieben, um hier eine Klärung der Sachlage bzgl. Datenschutz zu erhalten.

Eine angeregte Diskussion entstand rund um das Thema „Was können wir tun?“. Die Redaktion schlägt vor, hier in Form von Leserbriefen selbst aktiv zu werden und so in die breitere Öffentlichkeit zu tragen, dass noch immer das Avifauna-Gutachten der Stadt Northeim auf der Agenda steht. Der Einwurf, dass es redaktionelle Entscheidung der Zeitung ist, ob diese Leserbriefe überhaupt gedruckt werden, ist natürlich berechtigt. Doch hier gilt: Je mehr der Zeitungsredaktion gezeigt wird, dass das Thema eben nicht vergessen ist und eine breite Leserschaft interessiert (denn sonst würde man sich die Mühe mit dem Schreiben eines Leserbriefes nicht machen), desto wahrscheinlicher ist, dass die Leserbriefe auch abgedruckt werden.

Zusätzlich kamen aus der Zuhörerschaft Vorschläge, wie man auf die aktuelle Situation hinweisen könnte und möglichst öffentlichkeitswirksam unser Anliegen an noch uninformierte Mitbürger*innen herantragen kann. Wir diskutieren intern, wie die Vorschläge umgesetzt werden können und leiten hierzu auch erste Maßnahmen in die Wege.

Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Kommen und ihr Interesse und vor allem die rege, produktive Diskussion und das wertvolle Feedback!