Infoveranstaltung des Landkreises

Hier für alle zur Erinnerung:

Der Ausschuss Bauen, Umwelt und Regionalplanung des Landkreises tagt und wird sich mit dem Themenkomplex „Ausbau der Windenergie“ befassen.

Es sollen Informationen gegeben werden zum aktuellen Stand des Ausbaus, harte/weiche Tabuzonen, Planungsmethodik.

Das ganze findet statt am:

Donnerstag, 8.8.2019 — 16.00 Uhr — Stadthalle Northeim

Sommerpause – Ende in Sicht

Die letzten Tage – oder besser gesagt: die letzten Wochen war es hier ein wenig still geworden, was neue Beiträge betrifft.

Einerseits ist es Sommer und mit hoher Wahrscheinlichkeit befinden sich die meisten eh gerade im Urlaub, sodass die Ruhe hier auf unserer Website gar nicht so auffällt.

Andererseits sind einige Sachen im Hintergrund gelaufen, die jetzt nicht alle so spannend sind, dass man im Detail alles hier niederschreiben müsste.

Vielleicht ein paar Kleinigkeiten vorweg:

Wir digitalisieren alle Sichtungen von Rotmilan oder Schwarzstorch, um diese dann an den Landkreis zu schicken. Dies untermauert unsere These, dass die Avifauna in den Gutachten des Antragstellers nicht ausreichend Würdigung gefunden hat.

Zusätzlich haben wir uns um einen Termin zur Akteneinsicht gekümmert und auch entsprechend wahrgenommen.

Wir bereiten derzeit die weiteren Schritte vor und schreiben u.a. Anträge und Blogartikel mit weiteren Hintergrundinformationen, sichten die Gutachten aus der Akteneinsicht und stellen das Programm für unser nächstes Treffen zusammen.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

WICHTIG – Es geht um die Gesundheit eines jeden Einzelnen. Es geht um unsere noch intakte Natur. – Wir sammeln daher Geld für die Vertretung unser aller Interessen!

Bei der letzten Versammlung im DGH in Bishausen wurde um finanzielle Unterstützung gebeten, damit wir uns fachliche Unterstützung in Form eines spezialisierten Anwalts holen können.

Vielleicht stellt sich nach der letzten Versammlung aber immer noch der/die ein oder andere die Frage, wer denn überhaupt von der Windkraftanlage betroffen ist.

Es ist völlig egal, ob wir hier rund um die geplante Windkraftanlage zur Miete oder in einer selbst genutzten Immobilie wohnen.

Fakt ist: Unser aller Gesundheit ist betroffen, sobald eine Windkraftanlage in unmittelbarer Nähe zu einer Wohnbebauung (hier: Bishausen, Bühle, Sudheim) entsteht – Stichworte sind Schlagschatten, Lärmpegel, Infraschall. Und genau darum bitten wir alle sich an den Kosten des Fachanwalts zu beteiligen!

Warum aber eigentlich überhaupt einen Anwalt ins Spiel bringen?

Im Zuge unserer bisherigen Aktivitäten haben wir festgestellt, dass wir einfach immer wieder auch an unsere Grenzen und Möglichkeiten stoßen. Wir alle von der BIPapenberg wenden viel Zeit nach unseren alltäglichen Verpflichtungen dafür auf, Hintergründe zu recherchieren. Oder Schreiben an die Verantwortlichen bei Landkreis und Verwaltung aufzusetzen. Flyer und Poster zu entwerfen. Treffen vorzubereiten, um alle informiert zu halten. Beiträge hier auf der Website zu erstellen.

Wir sind aber einfach keine Experten auf dem Gebiet des Verwaltungsrechts oder in Sachen gesetzliche Vorgaben, wie Gutachten zu Bauanträgen auszusehen haben.

Daher haben wir uns entschlossen, uns Hilfe in Form eines spezialisierten Fachanwalts zu holen. Dieser vertritt bundesweit Bürgerinitiativen bei Fragestellungen zu Windkraftanlagen.

Bitte unterstützt unsere wichtige Arbeit und zeigt uns, dass wir alle zusammenhalten! Denn wir haben nur diese eine Chance, etwas FÜR unsere Umwelt und FÜR unsere Gesundheit zu tun.

Zuwendungen können bei den jeweiligen Ortsvorstehern und Hauptorganisatoren der BIPapenberg abgegeben werden.

In Bishausen übernehmen Antje Gottwald, Margitta Mai, Thorsten Steinhoff und Yasemin Niwar das Einsammeln.

In Bühle können Zuwendungen bei Bodo Wüstefeld und Burkhard Ernst abgegeben werden.

Für Sudheim ist aktuell Norbert Bethe mit seinem Team für das Einsammeln zuständig.

Kartierung

Um dem Landkreis den Nachweis zu liefern, dass das vorliegende Avifauna-Gutachten schlichtweg falsch und nicht aktuell ist, sammeln wir derzeit alle Sichtungen bedrohter Vogelarten. Hierbei sind besonders hervorzuheben: Rotmilan und Schwarzstorch.

Die Sichtungen sollten am besten dokumentiert werden. Dazu bedarf es eines bestimmten Vorgehens, das im Folgenden beschrieben wird (eine genaue Anleitung und Ausfüllhilfe liegt ebenfalls vor).

HIER finden sich alle Dokumente und Anleitungen, die es zur Kartierung benötigt.

Es gibt zwei sogenannte Tageskarten, die für unser Anliegen relevant sind: M8 für den Bereich Sudheim/Northeim und M12 für den Bereich Bishausen/Bühle.

Im Kopfbereich der Tageskarte werden die allgemeinen Daten festgehalten, wie zum Beispiel Ort, Datum, Zufallssichtung, Sichtungsdauer, Wetter.

Wichtig hierbei ist, das Blatt richtig zu benennen im Format:

Tageskarten-Nr.:    M12_(Initialen Vorname Nachname)_(laufende Nummer)

Beispiel für die 4. Sichtung von Luise Zimmer: M12_LZ_4

Fotos zur Sichtung werden identisch benannt, um sie der Tageskarte zuordnen zu können.

Zum Schluss bitte alles einscannen/fotografieren und per Email an unser Kartierungs-Team schicken. Die Emailadresse lautet: kartierung@bipapenberg.de

Am besten wäre es, Zuhause einige Exemplare griffbereit vorzuhalten und bei Spaziergängen ausreichend Tageskarten mitzuführen, um die Sichtung gleich korrekt zu protokollieren. Dies ist wichtig, denn die gesammelten und protokollierten Sichtungen werden später im offiziellen Verfahren als Nachweis benötigt.

Und täglich grüßt das Murmeltier…

Der nächste Windpark ist bereits in Planung!!!

Bei einer Grundstückseigentümerversammlung im März 2018 wurde erstmalig ein Windparkprojekt zwischen den Ortschaften Sudheim und Northeim auf Höhe des Kreisels westlich des Wieterwaldes vorgestellt.

Wer also glaubt, dass die Ortschaft Sudheim künftig von den geplanten Windanlagen am Papenberg nur geringfügig betroffen sein wird, irrt gewaltig.

Sudheim wird demnach künftig von zwei Seiten durch Windparks eingeschlossen sein. Dies dürfte nicht nur dem Neubaugebiet am nördlichen Ortsrand von Sudheim und den dortigen Immobilienwerten abträglich sein. Nein, auch die Bauherren im künftigen Baugebiet Lubecusring und die Bewohner des südlichen Wietergebietes dürften über die zukünftig zu erwartende Belastung durch Schall, Schattenschlag und Infraschall sehr verärgert sein…

Die Northeimer Stadtpolitik sollte sich Ihrer Verantwortung bewusst sein und den Bürgerwillen vertreten, denn dafür wurden sie gewählt.

Bei der morgigen Abstimmung zum Kooperationsvertrag im Stadtrat NOM um 17 Uhr in der Stadthalle wird sich zeigen, wer sein Mandat wirklich ernst nimmt und bei der nächsten Kommunalwahl auf eine Wiederwahl hofft! Sollte dem Kooperationsvertrag mit dem Landkreis zugestimmt werden, sind derartige Windparks wie die am Papenberg und Wieter kaum noch zu verhindern.

DESHALB: Die Teilnahme an der Stadtratsitzung am 27. Juni 2019 um 17 Uhr in der Stadthalle ist also dringend erforderlich! Mobilisiert Eure Familie, Kollegen, Freunde und Verwandten und macht Euren Standpunkt klar!!!

Geplante Windparkanlage zwischen Sudheim und Northeim

Kooperationsvertrag

*UPDATE vom 28. Juni 2019: Der Kooperationsvertrag zwischen Stadt Northeim und Landkreis Northeim wurde in der Ratssitzung abgelehnt. Vielen Dank für die zahlreiche Unterstützung in Form von Anwesenheit als Zuschauer!*

Die Stadtratsitzung Northeim steht an.

Am Donnerstag, 27. Juni 2019 um 17.00 Uhr in der Stadthalle

Warum ist dieser Termin so wichtig?

Der Landkreis Northeim „bietet an“, die Planungen für Vorrangflächen für Windkraftanlagen für die verschiedenen Ortschaften und auch die Stadt Northeim zu übernehmen. Klingt gut? Einen Haken gibt es immer!

DENN: In dem Moment, in dem die Stadt Northeim dem Kooperationsvertrag zustimmt und somit die Planungshoheit an den Landkreis Northeim abgibt, hat die Stadt Northeim keinerlei Möglichkeit mehr, zu intervenieren! Das ist nichts anderes, als sich einfach aus der Verantwortung zu stehlen und diese abzutreten, um hinterher sagen zu können: Das haben die anderen geplant, nicht wir. SO NICHT!

Ein Leserbrief bringt es auf den Punkt:

„(…) Ich finde es unverantwortlich, dass die Stadtverwaltung die Planungshoheit dem Landkreis übertragen will. Falls ein solcher Monsterwindpark gebaut werden sollte, so nenne ich ihn jetzt schon „die 7 Hartmänner von Northeim“.

Auch wenn der Kreis das entschieden hat, denn dann hat die Stadtverwaltung mit dem Chef an der Spitze sich aus der Verantwortung gestohlen. Motto: Wer nichts macht, macht nichts falsch.“

Leserbrief aus der HNA am 26. Juni 2019

Nicht zuständig? Ehrlich jetzt?

Man denkt ja oft, dass man so ziemlich jeden Vorwand schon mal gehört hat, wenn es um die Untätigkeit einzelner Personen geht. Das fängt im Privatleben an, geht über ins Berufsleben und plötzlich ist man auch mittendrin als Teil einer BI.

Wir haben Ende Mai, also vor gut 4 Wochen unser erstes Schreiben an Ratsmitglieder und die Verwaltung in Nörten-Hardenberg und zusätzlich auch an Politiker auf Landkreisebene versendet.

Traurigerweise hat sich heute erst die zweite Person aus der Politik überhaupt zurückgemeldet. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden, oder? Wir warten einfach weiter auf die anderen noch ausstehenden Rückmeldungen.

Zurück zu unserem aktuellen Fall. Wir erhielten also diesen Umschlag, der so verheißungsvoll im Briefkasten lag und nur darauf wartete, geöffnet zu werden. Schlicht und ergreifend froh, dass dies ein Zeichen des Interesses seitens der Politik sein würde, wurde also in freudiger Erwartung der Umschlag geöffnet und der Inhalt überflogen.

Dann… Ernüchterung machte sich breit. Vielleicht nochmal lesen? Irgendwie muss da doch was falsch formuliert gewesen sein. Steht das ernsthaft so drin?

„Zuständig für die Erteilung der Genehmigung ist jedoch der Landkreis Northeim. Für den von Ihnen angesprochenen Sachverhalt bin ich in meiner Tätigkeit als Mitglied des Niedersächsischen Landtags nicht zuständig. Ich habe Ihr Schreiben daher an den Landkreis Northeim, z. Hd. der Landrätin (…), weitergeleitet.“

Antwortschreiben vom 24. Juni 2019

Aha. Nicht zuständig. Ehrlich jetzt?

Viel mehr fällt einem dazu nicht ein, denn:

  • die Verfasserin dieses Antwortschreibens ist nicht nur Mitglied des Kreistags Northeim, sondern auch noch Vorsitzende des Kreistags
  • die Landrätin hat selbstverständlich von uns vor 4 Wochen ebenfalls das besagte Schreiben erhalten – wir warten bis heute auf irgendeine Form der Reaktion

Um die Ehre der Politik zu retten: Der erste Politiker, der sich wirklich zeitnah zurückgemeldet hatte, ist offen für ein Gespräch. Er nimmt sich die Zeit, um einfach mal zu hören, um was es uns geht und was unsere Sorgen, Einwände und Ziele sind.

DAS ist bürgernahe Politik! Davon könnte sich so manch ein*e andere*r eine Scheibe von abschneiden. Unbequemen Fragen von besorgten und betroffenen Bürgern aus dem Weg zu gehen und zu hoffen, dass sich das von selbst erledigt, ist nicht unbedingt der Königsweg.

Gelebte Demokratie bedeutet nunmal, sich auch kritisch mit Themen auseinanderzusetzen statt einfach nur blind alles zu glauben, was von einzelnen Personen als „gut“ verkauft wird.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Es ist schon erstaunlich, was so ganz plötzlich über Nacht alles passieren kann.

Da geht man nichtsahnend spazieren wie üblich und stolpert doch tatsächlich über , na wer ahnt es schon? Richtig, eine Windmessanlage… Neudeutsch als „Remote Sensing System“ angepriesen.

Wo die wohl herkommt? Blick nach rechts, Blick nach links, aber nirgendwo eine öffentliche Straße zu sehen. Ob die wohl der Wind hierher geweht hat? Seltsam ist das nämlich schon, wenn man sich mal überlegt, dass der Standort ausschließlich über die Wege der Feldmarkgenossenschaft Bühle erreichbar ist. Soweit uns bekannt, hat just diese Feldmarkgenossenschaft die Nutzung ihrer Wege für die Betreiberfirma dieser Anlage (und nebenbei bemerkt gleichzeitig auch Antragsteller der hier diskutierten Windkraftanlage) nicht gestattet…

Zumindest der Grund, warum dieses „Remote Sensing System“ genau dort steht, dürfte auf der Hand liegen: Auf Northeimer Stadtgebiet sollen entlang des Papenberg zwischen Bühle und Sudheim nochmal 4 Windkraftanlagen gebaut werden.

Hier für alle Interessierten mal eine Karte des Geländes Bishausen, Bühle, Sudheim. In grün ist die Fläche des Landschaftsschutzgebietes dargestellt. Das rote Kreuz markiert das betroffene Flurstück für die Windkraftanlage, das schwarze Kreuz den Standort der ominösen Windmessanlage.

Und für alle, die vielleicht nicht regelmäßig dort oben spazieren gehen, gibt es auch ein noch ein paar Fotos der Windmessanlage, allein auf weiter Flur.

Vielleicht sollten wir in Zukunft über Wachtürme nachdenken, damit nicht noch mehr solcher Messstellen plötzlich vom Himmel fallen.

Was bisher geschah…

Es ist Mitte Juni 2019. Seit dem Antrag der Betreiberfirma sind gerade einmal knapp 10 Wochen vergangen, in denen bereits einiges in die Wege geleitet wurde.

Für alle Leser hier ein Überblick der bisher erfolgten Aktionen, Treffen und Sitzungen (sowohl in den Ortschaften, wie auch übergeordneter Stellen).

April 2019

  • Der Bauantrag der Betreiberfirma wird beim Landkreis Northeim eingereicht
  • Der Ortsrat Bishausen tagt
    • viele besorgte Bürger sind anwesend
    • Beschluss: Empfehlung an den Bauausschuss Nörten-Hardenberg, den Bauantrag abzulehnen
  • Eine Interessengemeinschaft formiert sich

Mai 2019

  • Erste Treffen zur Planung der weiteren Aktivitäten und Gründung einer Bürgerinitiative
  • Verschiedene Arbeitsgruppen bearbeiten unterschiedliche Themenkomplexe wie z.B. Kartographieren der gesammelten Sichtungen oder Recherche und Schriftsätze an die offiziellen Stellen (Gemeinde/Landkreis) und Presse
  • 2 Schriftsätze mit dem Hinweis der Sichtungen von Rotmilan und Schwarzstorch gehen an den Flecken und den Landkreis in Vorbereitung an die ausstehenden Sitzungstermine
  • Stadtratssitzung in Northeim mit reger Bürgerbeteiligung
  • Hubschrauberaktion, um die Höhe der geplanten Windkraftanlage zu demonstrieren
  • Bauausschusssitzung
    • Beschluss: Empfehlung an den Verwaltungsausschuss Nörten-Hardenberg, den Bauantrag abzulehnen
  • Dokumentierte Sichtungen von Rotmilan und Schwarzstorch

Juni 2019

  • Verwaltungsausschusssitzung
    • Stellungnahme des Flecken Nörten-Hardenberg an den Landkreis Northeim,
  • Sichtungen des Schwarzstorchs inklusive Fotos
  • Infotreffen
  • Schreiben an den Landkreis Northeim

Unsere Ziele

Natürlich ist unser vorrangiges Ziel, den Bau der Windkraftanlage am Papenberg zu verhindern.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es jedoch notwendig, möglichst transparent die Gründe aufzuführen, warum wir gegen diesen Standort für eine Windkraftanlage sind.

Dabei spielen natürlich nicht nur „persönliche“ Belange, also die Gesundheit eines jeden Einzelnen oder die Werterhaltung eines Grundstücks / einer Immobilie, sondern auch „öffentliche“ Belange, nämlich u.a. der Natur- und Artenschutz, eine große Rolle.